Schlagwort: Geschichte

  • Unser Auto: Fiat 500L

    Um eine Fortbewegung im Landesinneren und außerhalb der Städte zu gewährleisten ist ein Auto unerlässlich. Bereits bei unserer Reiseplanung war klar, nach Florenz geht es mit diesem Fortbewegungsmittel weiter. Schließlich ist dadurch die größtmögliche Unabhängigkeit gegeben und wir können flexibel dort hinfahren und stehen bleiben wie wir Lust haben.

    Bereits bei der Buchung beanspruchte dieses Thema etwas mehr Zeit, da es in Florenz zwar mehrere Möglichkeiten gibt, ein Auto zu mieten. Nach längerer Suche fanden wir etwa 800 Meter von unserem Hotel entfernt einen Verleiher. Dort angekommen waren wir zu Beginn noch etwas verunsichert, da laut Buchung 2 (!) Kreditkarten vom Fahrer notwendig sind. Diese Regelung war uns bisher unbekannt und es ist nicht die erste Autovermietung, die wir nutzten. Wir dachten, ok, das wird schon gut gehen, ging es letztendlich auch.

    Fiat.500L1

    Nach Erhalt des Autos, es wurde ein Fiat 500L, machten wir einen Kontrollgang und schauten, ob soweit alles in Ordnung ist. Von außen waren keine Schäden oder dergleichen erkennbar und auch sonst war kein Problem erkennbar. Vorerst.

    Nun wurden Erinnerungen an die Dreamhack 2013-Reise wach. Denn Koffer-Tetris kennen wir von dort nur zu gut und auch diesmal war diese Aufgabe zu Beginn eine Challenge, die gemeistert werden musste. Nach ein paar Versuchen konnten wir eine Kombination finden und am Ende des Tages dank Verschiebemöglichkeit der Rückbank brachten wir auch noch unsere Rucksäcke in den Kofferraum. 🙂

    Fiat.500L2

    Aber nun zur eigentlichen Geschichte.

    In der Zwischenzeit können wir bereits darüber lachen, im Moment war es eher ärgerlich und zeitraubend. Wie schon angesprochen, war beim Auto alles in Ordnung. Also montierten wir unser Navi, das Ziel war bereits eingegeben und fuhren los. Nach kurzer Fahrt, kam schon die Meldung „Akku fast leer“. Also hieß es am Zigarettenanzünder anstecken zum Aufladen. Und genau hier hakte es. Der funktioniert nicht. Während der Fahrt einen weiteren Stecker ausprobiert und auch der wollte nicht so recht. Bis zum Parkplatz in Prato hatten wir dann eine Notlösung mit Akkupack gefunden.

    Dort angekommen riefen wir gleich mal die Autovermietung Maggiore an und fragten nach einer Lösung. Dieses Unterfangen stellte sich als nicht gerade einfach heraus. Der Herr am Telefon sagte, in 30 Minuten kommt jemand und hilft uns weiter. Wir warteten, spielten einstweilen Ich-seh-ich-seh-was-du-nicht-siehst, um die Zeit etwas schneller vergehen zu lassen und er kam einfach nicht. 50 Minuten waren bereits um. Dann ein erneuter Anruf bei Maggiore und wenige Minuten später der Anruf der vermeintlichen Hilfe. Dieser war mit einem Abschleppwagen und sonst NICHTS gekommen. Die einzige Sprache, welche der Fahrer sprach, war Italienisch. Das bedeutete viel Zeigen und versuchen zu erklären, was nicht funktioniert, denn dieser dachte, das Auto funktioniert nicht mehr. Wenn er aber anstartete, gab es kein Problem. Das war uns auch klar.

    Um es etwas abzukürzen, folgten wir dem Abschleppdienst in seine Werkstatt und dort angekommen ging das Erklären weiter. Obwohl vor Ort keiner so richtig Englisch konnte, schafften wir es mit Händen und Füßen ihnen klar zu machen, unser einziger Wunsch ist ein funktionierender Zigarettenanzünder. 🙂

    Nach einer Viertel Stunde schafften es die Mechaniker und der Zigarettenanzünder funktionierte so weit. Einzige Bedingung für uns war, den Stecker bis zum Ende nicht mehr rauszuziehen, denn der scheint bereits etwas beleidigt worden zu sein.

    Wir waren glücklich und konnten unseren eigentlichen Grund, warum wir die Reise angetreten haben, nachgehen. 😉

    Durch diesen „kleinen“ Zwischenfall verloren wir letztendlich über zwei Stunden und mussten dementsprechend unser Tagesprogramm sehr stark straffen, um zum bereits gebuchten Hotel rechtzeitig zu kommen. Noch dazu war die Besichtigung von Montecatini Terme nur mehr in sehr komprimierter Form möglich, da der Tag bekanntlich nur 24 Stunden hat und uns wurden durch dieses Problem ein paar Stunden geraubt..

    Abschließend kann man sagen: Zum Glück ist alles gut gegangen. Und wir haben wieder eine Lektion gelernt. Selbst vier Personen können noch so genau schauen, irgendwo versteckt sich immer etwas.

  • Besuch im Madame Tussauds Wien

    Welcher London-Besucher hat von Madame-Tussauds schon etwas gehört? Jeder oder so gut wie jeder. Es ist über die Grenzen hinaus bekannt und in der Zwischenzeit weltweit präsent. Genauer gesagt gibt es weitere elf Niederlassungen. Nahe dem altehrwürdigen Riesenrad in Wien eröffnete am 1. April 2011 das neueste Wachsfigurenkabinett und es ist seinen Besuch wert.

    Die Eintrittspreise sind gestaffelt von 14,50 für Kinder bis 18,50 für Erwachsene. Zusätzlich gibt es mehrere Ermäßigungen als Studenten, Jahreskartenbesitzer und und und. Im ersten Moment erscheint es als ganz schön teuer, doch auf den zweiten Blick zahlt es sich aus. Wie oft im Leben kann man schon hautnah mit Stars und Persönlichkeiten auf ich und du „kommunizieren“? Der Vorteil an dieser Ausstellung ist die Lebendigkeit an sich. Es wird immer wieder auf aktuelle welt- und auch gesellschaftspolitische Geschehnisse Bezug genommen und dadurch bekommen die Wachsfiguren zusätzliches Leben eingehaucht.

    Das Fotografieren
    Von Ausstellungen und Museen ist der geneigte Besucher die Tafel „Fotografieren verboten“ gewohnt. Nicht so bei Madame Tussauds, dort ist das Fotografieren ausdrücklich erwünscht und wird gerne gesehen. Das macht grundsätzlich einen Besuch nochmal zusätzlich interessant und bringt unzählige Erinnerungen hervor. Somit der Aufruf an alle, die – egal wo – Madame Tussauds einen Besuch abstatten, unbedingt Spiegelreflex, Digicam oder auch Videokamera mitnehmen. Das spätere Betrachten der digitalen Erinnerungen ist immer wieder ein Augenschmaus und lässt das Gefühl der Nähe zu den ausgestellten Personen wieder aufkommen.

    Der Vergleich mit London
    Die Anfänge waren geprägt von Wanderreisen im Frankreich und den Benelux-Ländern. Anschließend wagte die Gründerin den Schritt auf die britische Halbinsel und konnte dort große Erfolge erzielen. Bereits seit 1884 ist die Ausstellung in den heutigen Räumen präsent und überstand mit Schrammen die beiden Weltkriege. In der jüngeren Geschichte ist die Erweiterung und Modernisierung bemerkbar und dank finanzieller Stärke durch eine Beteiligung der Merlin Group (u.a. Legoland) ist die Eröffnung auf zwei weiteren Kontinenten möglich. Um zurück zum Ursprung zu kommen, London und Wien ist nicht direkt vergleichbar, da alleine vom Gebäude her die Londoner Dependance andere Zeitepochen suggeriert. In Wien das gemietete Gebäude gegenüber dem Riesenrad ist neu adaptiert, sehr aktuell eingerichtet und nimmt natürlich vielfach Bezug auf die aktuelle österreichische Geschichte. Dadurch ist der Kontrast sehr hoch, beides natürlich sehenswert.

    Die Zeit
    Als ungefähren Zeitrahmen sollte man als Besucher etwa zwei bis drei Stunden planen. Die Öffnungszeiten sind durchaus arbeitsfreundlich und dadurch ist nach früherem Dienstschluss problemlos ein Besuch möglich. Auf der Website wird geworben mit „Madame Tussauds Wien ist 364 Tage im Jahr für Sie da! Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr“. Je nach Besucherandrang sind die einzelnen Wachsfiguren schneller oder auch langsamer abgehandelt. Bei sehr vielen gibt es zusätzlich Accessoires für eine Nicht-gephotoshopte Fotomontage und das erheitert den Besuch noch einmal zusätzlich. Zwischendurch ist als Erklärung das Prozedere der Entstehung inklusive Image-Film und mehreren Info-Screens ordentlich aufbereitet.

    Fazit
    London war schon sehr interessant und die Freude über die Eröffnung in Wien war groß. Der Besuch gehört nun auf jeden Fall in die ToDo-Liste beim Besuch von Wien dazu und lehrt einen doch einiges an Geschichte zu Personen und auch zu Österreich in kleinen Happen. Ohne Kompromisse eine Weiterempfehlung, auch wenn der Preis etwas höher ist als man sich erwartet. Wert ist es allemal, denn man kann bekanntlich aus allem für sich selber Kapital schlagen, wenn man es richtig nutzt.

    Abschließend bleibt nur zu sagen: „Fotos sagen mehr als 1000 Worte“ 🙂