Schlagwort: Regen

  • Las Vegas, wir kommen!

    Neuer Tag, neuer Versuch, neue Uhrzeit, neuer Helikopterflug. Der Wettergott war eindeutig nicht auf unserer Seite. Bereits beim Aufstehen grau in grau, Regen und natürlich viele Wolken. Zwischendurch wurde es sogar etwas schöner und der Regen ging wohl frühstücken. Am Flugplatz von Papillon Grand Canyon Helicopters erhielten wir sofort beim Re-Checkin, dieser Umstand verfolgt uns, die Absage für 9 Uhr. Der nette Herr bei der Registration bot uns selbstverständlich für 10 Uhr 30 eine neue Möglichkeit an. Dieses Spiel kannten wir bereits vom Vortag, da innerhalb unserer etwa halbstündigen Anwesenheit mehrere Re-Schedules durchgeführt wurden. Da hatte es für uns wenig Sinn, viel Zeit mit Warten zu vergeuden.

    Ein Ersatzprogramm war schnell gefunden. Der Weg bis nach Las Vegas betrug Fahrzeit inklusive Sightseeing etwa neun Stunden. So machten wir uns direkt vom Airport auf und starteten unsere Tour verbunden mit Sightseeing.

    Erste Station war das Planes of Fame: Air Museum in Valle, Arizona. Bereits beim Eingang erhielten wir von der Dame die Info, das so gut wie alle Flugzeuge im Indoor-Hangar flugtauglich sind und bei diversen Veranstaltungen in Verwendung sind. Von außen wirkte die Halle sehr klein und ohne viel Inhalt, doch innen wurden wir eines besseren belehrt. Wir wurden gar nicht fertig vor lauter schauen und das fotografieren war an manchen Stellen richtig schwer, da eine gute Perspektive so gut wie unmöglich schien. Im Freien befanden sich ebenfalls noch ein paar Flieger und Turbinen.

    Als nächster Punkt im Navi war Bearizona unser Ziel. Der Drive-Thru Wildlife Park in Williams (Arizona) ist echt genial. Direkt mit dem Auto fährt man zum Eingang, erhält von den Mitarbeitern eine interessante Einführung und dann geht es, ohne auszusteigen direkt in den Park. Bei uns in Österreich gab es bis vor einigen Jahren ein ähnliches Projekt. Die einzelnen Stationen unterteilen sich in Bison, Black Bear, Dall Sheep, Big Horn Sheep, Mountain Goat, Arctic Wolf und Grazy Wolf. Genauere Informationen gibt es auf der sehr nett gestalteten Website des Wildlife-Parks. Besonders süß sind kurz vorm Schluss die jungen Bären, die Wölfe und der Rotfuchs, die per pedes betrachtet werden dürfen.

    Leider hieß es Abschied nehmen, denn unser nächstes Punkt auf der Landkarte wollte erkundet werden. Die weltbekannte Route 66 durfte für einige Meilen unsere Strecke nach Las Vegas sein. Diese Ehre gab sie uns in Form von schönem Wetter zum Dank zurück. Wer den Film Cars von Pixar noch nicht kennt, der hat fürs kommenende Wochenende schon eine Beschäftigung. Als Grundlage für diese gelungene Verfilmung u.a. zur Ehrung der Route 66 wurden die kleinen Dörfer/Städte Peach Springs, Seligman und Kingman herangezogen. So fanden wir in Seligman den roten Abschleppwagen und noch einige andere Punkte, die im Film in der ein oder anderen Form vorkommen.

    Fortsetzung folgt… (bei uns ist es bereits nach 3 Uhr und der Wecker wartet bereits darauf, läuten zu dürfen).

    Good night Las Vegas, The Entertainment Capital of the World!

  • Grand Canyon im Regen

    Bereits auf der Fahrt zum Grand Canyon hat es richtig stark zu regnen begonnen. Am nächsten Morgen war es leider nicht besser und der Regen wollte einfach nicht aufhören. Als ersten Programmpunkt war ein Hubschrauberflug am Grand Canyon geplant. Aufgrund des Wetters wurde dieser sofort auf 14 Uhr verschoben. Dadurch hatten wir etwas mehr als drei Stunden, die wir direkt dafür nutzten um in den Nationalpark zu fahren.

    Gleich bei der Einfahrt muss man eine Fee von 25 Dollar bezahlen und darf dann, wie schon beim Joshua Tree National Park, sieben Tage die Gegend nutzen. Von den Aussichtspunkten her befinden sich schön aufgeteilt einige entlang des Abgrundes. Manche davon sind mit dem eigenen Auto nicht erreichbar. Da es im Park ebenso öffentliche Busse gibt, werden mehrere Punkte nur mit diesen angefahren und wiederum andere sind nur zu Fuß erreichbar. Wir nutzten Desert View, Navajo Point, Lipan Point, Moran Point, Grand View Point, Mather Point und Grand Canyon Village. Weiters befinden sich die Tusayan Ruinen entlang der Strecke. Die besagten Ruinen waren ehrlich gesagt etwas enttäuschend.

    Aufgrund des anhaltenden Regens war vom Grand Canyon eigentlich nichts zu sehen. Außer viel weiß und nochmal viel mehr weiß war da nichts zu sehen. Hin und wieder verschwanden wenige Wolken, doch das hielt nicht lange. Ein oder zwei Fotos und schon war alles wieder zu. Die Geschwindigkeit der Wolken ist beeindruckend. Wir fuhren alle erlaubten Punkte ab und gegen Mittag wurde das Wetter etwas besser. Der Regen wollte zwar den ganzen Tag nicht verschwinden, dafür sagten die Wolken größtenteils auf wiedersehen.

    Was uns dann für ein Anblick erwartete, war einfach phänomenal. Am höchsten Aussichtspunkt befanden wir uns auf etwa 2.200 Meter und hatten einen Blick mehrere hundert Meter in die Tiefe.

    Kurz darauf machten wir uns erneut auf zum Airport, um unseren Hubschrauberflug anzutreten. Dort angekommen sah es sehr gut aus und wir wurden sofort ins Einführungsvideo geschickt. Danach mussten wir etwas warten und die ersten Hubschrauber hoben ab. Das Wetter hielt und wir wurden aufgerufen, erhielten unsere Sitzplatznummern sowie die Schwimmwesten, da die Flüge über Gewässer gehen, und dann banges Warten. Nach etwa zehn Minuten dann die enttäuschende Nachricht: ‚All flights canceled.‘
    Somit durften wir erneut verschieben, diesmal auf den kommenden Tag gleich in der Früh.

    Somit machten wir uns erneut auf in Richtung Grand Canyon National Park und fuhren die Punkte ab, machten unzählige beeindruckende Fotos und ließen so den Tag ausklingen inklusive Sonnenuntergang im Park, den wir jedoch an einer nicht so schönen Stelle genießen konnten.

    Trotz Regen den ganzen Tag über, versuchten wir das beste daraus zu machen. Eines ist jedoch klar, der Grand Canyon ohne Regen ist auf jeden Fall schöner und wahrscheinlich doppelt so beeindruckend.